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Spieglein, Spieglein an der Wand

Wie deine Selbstwahrnehmung beeinflusst wird und was du von deinem Spiegelbild lernen kannst

Unsere Selbstwahrnehmung verändert sich im Laufe des Lebens – doch was macht das mit uns? Und können wir unsere Selbstwahrnehmung bewusst steuern? Hier bekommst du einen ganzheitlichen Blick auf die Wahrnehmung deines eigenen Spiegelbilds und wie du dich rundum in deinem Körper wohlfühlen kannst.

18.1.2022 7 min Lesezeichen setzen
Frau in der Natur schaut in einen Spiegel und lacht.
Selbstwahrnehmung ändert sich im Laufe des Lebens. Der bewusste Blick in den Spiegel ist eine Einladung zur Reflexion.

Spieglein Spieglein an der Wand … Im Märchen macht ein magischer Zauberspiegel der Königin täglich Komplimente zu ihrem Aussehen. Bis der Spiegel eines Tages fatalerweise keine schmeichelnden Worte mehr für sie übrig hat. Die Königin beginnt, an sich zu zweifeln – und ist fest entschlossen alles zu unternehmen, um ihr angeknackstes Selbstbewusstsein wieder zurückzugewinnen.

Dieses Gefühl des Zweifels und was es mit uns macht, hat wahrscheinlich jeder schon erlebt. Vor allem in Bezug auf unser eigenes Spiegelbild sind wir meist kritischer als bei anderen: Die Lachfalten unserer Freundin fallen uns nicht weiter auf, denn wir achten nur auf ihr sympathisches Lächeln – während wir bei uns selbst jedes kleinste Fältchen genaustens begutachten. Das kann natürlich erst mal für schlechte Laune sorgen, nicht umsonst beschreibt die Psychologie unsere Selbstwahrnehmung als den Ankerpunkt für unser Selbstbewusstsein. Wenn dir also das, was du gerade im Spiegelbild siehst, nicht so gut gefällt, ist das nicht unbedingt die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag.

Selbstwahrnehmung im Laufe des Lebens 

Wie elementar der Blick in den Spiegel für die Selbstwahrnehmung ist, hat der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan festgestellt. Zwischen dem 6. und dem 18. Lebensmonat erkennen Kleinkinder sich das erste Mal bewusst im Spiegel und sehen Gesicht und eigenen Körper als Ganzes. In diesem Moment beginnt das Lebensstadium der Selbstwahrnehmung.

Beim ersten Erkennen ihres Selbst reagieren Kinder mit freudigem Jubel. Mit zunehmender Lebenserfahrung wird der Blick kritischer. Auch weil die Fremdwahrnehmung für die eigene Selbstwahrnehmung immer wichtiger wird – gerade in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter. Was denken andere von uns? Was unterscheidet oder verbindet unseren Körper mit anderen? Finden wir – und vor allem andere – das schön oder nicht? In dieser Phase spielt das Aussehen und der Vergleich mit Schönheitsnormen eine besondere Rolle für die eigene Identität.

Ab dem mittleren Alter nimmt die Kritik am eigenen Spiegelbild oft ab. Ein möglicher Grund für die steigende Selbstakzeptanz kann der sogenannte Mere-Exposure-Effekt sein. Dieser besagt, wir mögen etwas lieber, wenn wir es häufiger sehen. Vor allem aber sind wir mit zunehmendem Alter mehr und mehr in uns und unserer Persönlichkeit gefestigt. Statt auf Äußerlichkeiten, liegt der Fokus nun vielmehr darauf, wie das Leben sich anfühlen soll. Uns wird bewusst, dass das äußere Erscheinungsbild ein Nebeneffekt des eigenen Lebensstils ist. Und diese Erkenntnis können wir gezielt nutzen, um unsere Selbstwahrnehmung zu beeinflussen. Denn unser Spiegelbild will uns auch immer etwas sagen, es lädt uns sozusagen zur täglichen Selbstreflexion ein.

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Wie wir uns fühlen – wie wir uns wahrnehmen

Wer kennt das nicht? An manchen Tagen würdest du dir einfach gerne die Decke über den Kopf ziehen und erst gar nicht aufstehen. Klar, dass dann das Urteil beim Blick in den Spiegel nicht unbedingt positiv ausfällt. Denn wie wir uns fühlen, hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir uns selbst wahrnehmen. Die Psychologie beschreibt es so: Selbstwahrnehmung ist immer subjektiv und hängt von inneren Vorgängen, wie Gedanken und Gefühlen zu den Wahrnehmungen der eigenen Person ab. Das eigene Körperbild wird somit durch die mentale Einstellung zu uns selbst bestimmt.

Haben wir also gut geschlafen und werden morgens schon von der Sonne wachgeküsst, dann fallen die Falten auf der Stirn gar nicht mehr so sehr ins Gewicht, obwohl sie seit gestern sicher nicht weniger geworden sind. Was fangen wir nun damit an? Ganz einfach: Auf sich selbst und den Körper hören. Denn wenn unser Spiegelbild und damit auch unsere Selbstwahrnehmung nicht so ausfällt wie gewünscht, hat das immer einen Grund – und bietet uns so auch die Chance etwas zu ändern und etwas Gutes für uns selbst zu tun.

Lebensstil und Gewohnheiten beeinflussen die Selbstwahrnehmung

Im hektischen Alltag kommt die Selbstfürsorge oft zu kurz: Ein Snack am Schreibtisch statt eines gesunden Mittagessens, noch schnell eine E-Mail, statt der Jogging-Runde im Park und ein Abendessen mit Freunden, obwohl eigentlich die Energie fehlt. Ernährungssünden, mangelnde Mikronährstoffversorgung und zu wenige Auszeiten machen sich nicht nur äußerlich im Spiegel bemerkbar, sondern beeinflussen auch dein Wohlbefinden, dein Energie-Level und damit deine Selbstwahrnehmung.

Das falsche Essen kann z.B. Wassereinlagerungen, Völlegefühl und einen aufgeblähten Bauch verursachen. Die Folge: Wir fühlen uns träge und vielleicht sogar dick. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel äußert sich schnell in einem subtilen Unwohlsein, Energielosigkeit oder Konzentrationsproblemen und lässt dich auch dein Spiegelbild in einem negativeren Licht betrachten. Auch zu wenig Schlaf und Bewegung können körperlichen und geistigen Stress verursachen und so deine Selbstwahrnehmung ungünstig verzerren.

Gesunde Ernährung für ein strahlendes Spiegelbild

Egal, ob jung oder alt – ausgewogene und vitalstoffreiche Lebensmittel sind der erste Schritt zu einem positiveren Selbstbild. Mit ausreichend Vitaminen und Mineralien legst du die Basis für körperliches und mentales Wohlbefinden: Für eine normale Funktion des gesamten Stoffwechsels und damit auch für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. So hast du reichlich Energie und Fokus für Familie, Freunde, Mitmenschen – für dich und dein Leben.

Insbesondere die Gruppe der B-Vitamine, aber auch Mineralien wie Magnesium und Zink, kommen bei zu wenigen frischen Lebensmitteln schnell zu kurz. Nahrungsergänzungsmittel können dich dabei unterstützen, wieder zu mehr Wohlgefühl und besserer Selbstwahrnehmung zu finden. Gerade dann, wenn das Leben herausfordernd ist.

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Tipps für eine gesunde Selbstwahrnehmung

Für eine gesunde Selbstwahrnehmung nutze dein eigenes Spiegelbild zur Selbstreflexion: Nehme ich mir heute Abend doch lieber Zeit für mich? Fühle ich mich wohl mit meiner heutigen To-do-Liste oder ändere ich besser etwas? Wenn du genau hinschaust und auch hinhörst, kann dir dein Spiegelbild Antworten geben. Denn Unzufriedenheiten mit sich selbst und dem eigenen Erscheinungsbild möchten dich immer dazu einladen, etwas zu verändern.

Auch bereichert eine gesunde Selbstwahrnehmung die Beziehungen zu Freunden, Kollegen und Familie. Wer sich selbst realistisch wahrnimmt, weiß, wann es Zeit ist “Nein.” zu sagen oder um Hilfe zu bitten und kann authentisch auf die Bedürfnisse anderer reagieren. Das erlaubt dir, dich leichter auf andere Menschen einzulassen und erfüllende Beziehungen zu pflegen, ohne dich dabei selbst zu erschöpfen.

Deswegen höre deinem Spiegelbild genau zu und unterstütze aktiv deinen Körper. Dann hat auch der Spiegel nichts anderes mehr zu sagen als "du bist am schönsten, weil du bist.”

  1. Nimm dir Zeit zur Selbstreflexion und für authentische Beziehungen

    Am besten jeden Morgen aufs Neue. Blicke nach dem Aufstehen einmal bewusst in den Spiegel und nimm wahr, wie es dir geht und wie du dich fühlst. Tägliche Check-ins trainieren die Selbstwahrnehmung. Umgib dich mit Menschen, mit denen du offen und ehrlich kommunizieren kannst und die das Gleiche mit dir tun. So wachsen Selbstbild und soziale Beziehungen gemeinsam.

  2. Ernähre dich gesund

    Eine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen und Mineralien ist die Voraussetzung für Gesundheit, Energie und Vitalität. Achte auf fünf Portionen Obst und Gemüse, setze auf Vollkorngetreide und decke deinen Eiweißbedarf. Kommt die Ernährung mal zu kurz, können hochwertige Nahrungsergänzungsmittel unterstützen. Wer seine eigenen Bedürfnisse ernst nimmt und auf seine Gesundheit achtet, hat eine bessere Beziehung zu sich selbst.

  3. Bewege dich

    Egal, ob klassisches Fitness-Training, Wanderungen und Radtouren, Aktivreisen oder einfach ein Spaziergang: Bewusste Bewegung, bringt dich aus dem Kopf in den Körper und zu dir selbst. Zudem gönnt Bewegung dem Gehirn eine Pause und sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen.

  4. Aus- und Wohlfühlzeiten gönnen

    Der Massagetermin, die Wellnessbehandlung oder der Besuch bei der Kosmetikerin – gönn dir, was auch immer dir guttut. So kannst du dir selbst Wertschätzung zeigen und dich rundherum entspannen – und fühlst dich gleich wohler in deiner Haut. Ist es nicht auch einfach ein tolles Gefühl, sich mal verwöhnen zu lassen und nichts zu tun?

Resümee

  • Selbstwahrnehmung wird durch Gefühle und Gedanken bestimmt und kann beeinflusst werden.
  • Gesunde Ernährung und ein ausgewogener Lebensstil verhelfen zu einem guten Körpergefühl und einer positiveren Selbstwahrnehmung.
  • Unser Spiegelbild lädt zur Selbstreflexion unseres körperlichen und mentalen Zustandes ein.