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Soulfood – leckeres Seelenfutter

Was hinter den deftigen Leckereien aus den US-Südstaaten steckt und wie Essen uns glücklich machen kann

Was ist eigentlich Soulfood? Das sogenannte Futter für die Seele gilt als wahrer Genuss für Körper und Geist. Das Besondere: Der historische Hintergrund. Hier erfährst du was es mit Soulfood auf sich hat und wie bestimmte Lebensmittel sich positiv auf deinen Gemütszustand auswirken können.

27.7.2022 5 min Lesezeichen setzen
Freunde, die zusammen lachen und essen.

Soulfood: Für mehr Genuss beim Essen und Kochen.

Eine deftige Kürbissuppe, die leckeren Spaghetti von Mama oder der Schokoeisbecher mit Himbeeren – wir alle haben unser ganz persönliches Soulfood. Unser Lieblingsessen, bei dem uns schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft – und wir uns auf magische Weise irgendwie sofort wohler fühlen. Historisch betrachtet beschreibt Soulfood eine ganz bestimmte Art von Speisen. Heute benutzen wir den Ausdruck „Futter für die Seele“ für alles, was uns besonders mundet und gute Laune verbreitet. Doch eins nach dem anderen.

Was ist Soulfood und woher stammt das Futter für die Seele?

Ursprünglich kommt der Begriff Soulfood aus den Südstaaten der USA und bezeichnet die traditionelle afro-amerikanische Küche. Zu Zeiten der Sklaverei konnten sich die Afroamerikaner nur günstige Lebensmittel leisten – oder solche, die übrig blieben. Dementsprechend streicheln die Soulfood- Hauptbestandteile eher keine Vegetarier-Seelen: Schweinefüße, Innereien oder Hühnerflügel. Aber es kommen auch Reis, Weizen, Bohnen, Süßkartoffeln, Bananen und Nüsse auf den Soul-Herd. Gewürzt wurde mit Piment, Zimt, Cayennepfeffer, Gewürznelken und Muskatnuss. Traditionell wird Soulfood außerdem mit Fett und Zucker verfeinert – das Fleisch meistens geschmort, frittiert oder gebraten. Gerichte wie Meatballs (Fleischbällchen) und Corn Bread (Maisbrot) zählen seit den 1960ern zu typisch amerikanischen Gerichten – mit großer internationaler Begeisterung. Ihren Ursprung haben sie in der Soulfood-Küche, genau wie die beliebten Spareribs und Chicken Wings.

Diese Kombination aus deftigen Zutaten, pikanten Gewürzen und süßen Köstlichkeiten prägen den besonderen Charakter des Soulfoods. Doch beim Essen ging es um mehr als nur die Befriedigung eines Grundbedürfnisses: Soulfood bildete den Gegensatz zur harten Arbeit auf den Plantagen und stand für Lebensfreude und Wohlgefühl.

Soulfood heute – leckeres Seelenfutter, wie du es magst

Soulfood beschreibt mittlerweile nicht mehr nur die traditionelle Südstaatenküche, sondern einfach das Lieblingsgericht als persönliches Glücksrezept. Und auch das Zusammensein hat beim Genießen und Wohlfühlen einen besonderen Stellenwert: gemeinsame Zeit mit Freunden, Partner oder Familie, gekoppelt mit gutem Essen, bereichert unsere Lebensqualität. Beim Futter für die Seele ist Schlemmen und ordentlich über die Stränge schlagen erlaubt. Natürlich nicht jeden Tag, sonst könnte Soulfood – wenn auch noch so lecker – sein Ziel verfehlen. Eine gesunde Balance zwischen Genießen und ausgewogener Ernährung ist das A und O für dein persönliches Wohlgefühl.

Dabei müssen die Gaumenfreuden nicht zwingend fettig oder süß sein, sondern können durchaus auch gesund und ausgewogen daherkommen. Egal, ob mit frischen Lebensmitteln gekocht wird oder das persönliche Soulfood vegetarisch oder vegan auf dem Teller landet – das Ziel ist: Essen und Kochen als Ausdruck von Lebensfreude zu genießen und nach Herzenslust zu schlemmen. Gut zu essen kann wahrer Balsam für die Seele sein.Da stellt sich die Frage: Lässt es sich faktisch untermauern, dass Essen wirklich glücklich machen kann – und wenn ja, wie?

Wie Essen glücklich machen kann: Tryptophan und Serotonin

Vielleicht kommt dir jetzt sofort das Glückshormon Serotonin in den Sinn. Und da ist auch was Wahres dran: Der Neurotransmitter ist unter anderem an einer entspannten Gefühlswelt beteiligt. Genauer: Um uns wohl und glücklich zu fühlen, brauchen wir Serotonin. Doch der menschliche Körper reagiert ausschließlich auf selbst hergestelltes Serotonin – es kann also nicht einfach durch Lebensmittel aufgenommen werden. Der Vorläufer des Glückshormons schon: Die Aminosäure Tryptophan unterstützt die Produktion und Freisetzung von Serotonin im Gehirn. Daher ist es wichtig, Tryptophan in ausreichender Menge über deine täglichen Mahlzeiten aufzunehmen. Die empfohlene Tagesdosis beläuft sich auf vier bis fünf Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Und was ist jetzt dran, dass Süßes, wie Schokolade, beim Glücklichsein unterstützt? Wenn es sich um Bitterschokolade handelt, trifft das durchaus zu. Die enthält nämlich ausreichend Tryptophan für die Serotoninproduktion. Neben der Bitterschokolade sind gute Tryptophan-Quellen: Thunfisch, Hühnchen, Bananen, Käse und Erdnüsse. Ob Essen glücklich machen kann, ist, rein physiologisch betrachtet, also von der enthaltenen Menge Tryptophan abhängig. Aber natürlich kann auch gute Gesellschaft beim Essen und das Gefühl rundum gesättigt zu sein, dein Wohlbefinden unterstützen und für Glückmomente sorgen.

Glücksfaktor Mikronährstoffe: Vitamine und Mineralstoffe

Wichtig zu wissen: Tryptophan benötigt für die Umwandlung in Serotonin weitere Nährstoffe wie Magnesium und Vitamin B6. Wir haben hier eine kleine Übersicht, welche Nährstoffe und Lebensmittel dein Wohlbefinden unterstützen können – und die auch als leckere Ergänzung für dein Soulfood ein wahrer Gaumenschmaus sind.


Infografik zu Magnesium.


Infografik zu Vitamin B6.

Tipp

Neben Serotonin gibt es noch weitere Glückshormone – du kennst sie bestimmt: Endorphine. Wie wäre es vor dem Kochen mit einem kleinen Workout oder mit einer Tanzeinlage zu deinem Lieblingssong direkt am Küchenherd? Denn: Durch Bewegung schüttet dein Körper Endorphine aus – für die extra Portion Lebensfreude.